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Ein neues Leben ist nun da

Wichtige Fakten zum Thema Stillen

Einsetzen der Milchbildung
Im Wochenbett setzt die Milchbildung erst richtig ein. Am besten legen Sie Ihr Kind bereits kurz nach der Geburt an Ihre Brust. Zum einen kommt es dann in den Genuss der eiweissreichen, sehr gesunden Vormilch (Kolostrum), welche Ihr Baby durch Abwehrstoffe vor Infektionen schützt. Zum anderen kommt dadurch die eigentliche Milchbildung früher und problemloser in Gang, und das manchmal schmerzhafte Einschiessen der Milch am zweiten bis vierten Tag ist dann weniger intensiv.

Stillrhythmus
Hinsichtlich des Stillrhythmus gibt es zwei unterschiedliche Auffassungen: Die einen stillen das Baby planmässig alle vier Stunden bei einer achtstündigen Nachtpause. Andere Frauen legen das Kind dann an, wenn es sich meldet. Beide Techniken haben Ihre Vor- und Nachteile. Wählen Sie jene, welche Ihnen lieber ist.

Stilldauer
Ernähren sie Ihr Baby wenn möglich während sechs Monaten ausschliesslich mit Muttermilch. Danach können Sie Breimahlzeiten hinzufügen. Eine oder zwei Brustmahlzeiten am Tag können allerdings noch lange (mehr als ein Jahr) beibehalten werden.

Tipps zum Abstillen
Wenn Sie nur noch 1x pro Tag stillen, sollte diese Mahlzeit am besten morgens stattfinden, da sich die Brust über Nacht mit Milch füllt.

Wenn Sie mit dem Stillen aufhören möchten, legen Sie einen Tag Stillpause ein und stillen dann am darauf folgenden Tag noch einmal. Danach können Sie normalerweise komplett aufhören. Gegebenenfalls füllt sich die Brust noch einmal so sehr, dass Sie nach ein paar Tagen Pause noch einmal kurz stillen möchten.

Nicht Stillen
Sollte das Stillen nicht möglich sein oder wenn Sie sich aus anderen Gründen entschieden haben, Ihr Kind nicht mit der eigenen Milch zu ernähren, so ist das Ihr gutes Recht. Lassen Sie sich nicht von den Erwartungen anderer unter Druck setzen. Sie können sicher sein, dass Ihr Kind auch mit Flaschennahrung bestens versorgt ist.

Entzündete Brustwarzen

90% der Milchmenge einer Brust wird in den ersten zehn Minuten getrunken. Wechseln Sie also nach rund 15 Minuten die Brust, damit Ihre Brustwarzen nicht wund werden.

Sollte es trotzdem zu entzündeten, wunden Brustwarzen kommen, hilft Bepanthen Salbe. Tragen Sie nach jedem Stillen Bepanthen Salbe auf die Brustwarzen auf. Vor dem nächsten Ansetzen des Kindes ist die an den Warzen haftende Salbe sorgfältig und vollständig wegzuwischen.

Für weitere Fragen zum Thema Stillen wenden Sie sich an die "La Leche League“ unter www.stillberatung.ch.

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