Erholung nach der Geburt | elevit®
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Stillzeit

Erholung nach der Schwangerschaft und Geburt 

Mutter stillt ihr neugeborenes Baby mit der Brust

Dieser Artikel enthält Informationen zu folgenden Fragen:

Wie lange dauert es, bis ich mich nach der Geburt wieder normal fühle?

Wie lange dauert es, bis ich mich nach der Geburt erholt habe?

Was kann ich nach der Geburt für meinen Körper tun?

Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt; der Name Wehen kommt nicht von ungefähr. Daher sollten Sie nach der Geburt gut auf sich und Ihren Körper achten – dies ist äusserst wichtig.

Erfahren Sie mehr über folgende Themen:

    Rückbildung der Gebärmutter Die während der Schwangerschaft stark ausgedehnte Gebärmutter braucht einige Wochen, um wieder auf Normalgrösse zu schrumpfen. Wenn sich Ihre Gebärmutter zusammenzieht – Stillen kann ein Auslöser sein – spüren Sie eventuell Krämpfe, die sich ähnlich wie leichte Wehen oder Menstruationsschmerzen anfühlen.

    Blutungen nach der Schwangerschaft: In den ersten vier bis sechs Wochen nach einer Geburt treten Vaginalblutungen, die sogenannten Lochien, auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie vaginal oder mit Kaiserschnitt geboren haben. In den ersten Tagen nach der Geburt können diese Blutungen recht stark sein. Danach setzt ein rosa-bräunlicher Ausfluss ein, bis die Blutungen schliesslich ganz aufhören. Wenn Sie stillen, tritt voraussichtlich bis zum Abstillen keine Monatsblutung auf. Wenn Sie nicht stillen, tritt die erste Periode wahrscheinlich fünf bis sechs Wochen nach der Geburt ein.

    Hämorrhoiden Hämorrhoiden nach der Geburt sind nichts Ungewöhnliches, in der Regel bilden sie sich nach einigen Tagen zurück. Sorgen Sie für weichen Stuhlgang durch ballaststoffreiche Ernährung wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte und trinken Sie reichlich Wasser. Bei Bedarf erhalten Sie beim Arzt oder in der Apotheke Medikamente gegen Hämorrhoiden.

    Schmerzempfinden: Nach einer vaginalen Geburt fühlen Sie sich wund. Mit Eisbeuteln lassen sich Schwellungen lindern. Nach einem Kaiserschnitt ist die Schnittstelle schmerzempfindlich. Stehen Sie langsam auf und gehen Sie in die Knie, wenn Sie etwas aufheben wollen. Bei Husten oder Niesen empfiehlt es sich, eine Hand auf die Narbe zu legen. 

    Emotionaler Zustand: Trauergefühle und Weinen treten nicht selten nach einer Geburt auf. Hormone und Müdigkeit scheinen sich gegen Sie verschworen zu haben. Wenn diese Gefühle nicht nachlassen, sondern schlimmer werden und Sie den Eindruck haben, dass Ihnen alles über den Kopf wächst, sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Ihrer Hebamme.

    Inkontinenz: Manche Frauen können nach einer Geburt ihren Harndrang nur beschränkt oder gar nicht kontrollieren (Inkontinenz). Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihre Hebamme und lassen Sie sich beraten. Nehmen Sie Ihre Beckenbodenübungen wieder auf, da sie den Schliessmuskel stärken und Probleme mit dem Harndrang lindern.

    Der Nährstoffbedarf von stillenden Frauen ist erhöht. Legen Sie daher Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

    Behalten Sie Ihren gesunden Ernährungsstil aus der Schwangerschaftsphase bei und nehmen Sie Obst, Gemüse, magere Proteine und fettarme Milchprodukte zu sich. Trinken Sie reichlich Wasser und vermeiden Sie insbesondere falls Sie stillen Alkohol, da er in die Muttermilch übergehen kann.

    Jede Frau ist anders, trotzdem gibt es einige leicht umzusetzende Dinge, die Sie nach der Geburt für Ihren Körper tun können. 

    Sorgen Sie für möglichst viel Ruhe und Entspannung und bitten Sie Familie und Freunde/Freundinnen um Hilfe, wenn Sie angestrengt sind

    Haben Sie Geduld: Geduld zahlt sich aus – während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Vergessen Sie nicht, dass Sie neun Monate lang schwanger waren: Unmittelbar nach der Geburt werden Sie nicht so aussehen wir vor der Schwangerschaft und sich auch nicht so fühlen. 

    Gehen Sie achtsam mit sich selber um: Ob vaginale Geburt oder Kaiserschnitt, Ihr Körper hat Grosses geleistet. Gehen Sie achtsam mit ihm um. Sorgen Sie für möglichst viel Ruhe und Entspannung und bitten Sie Familie und Freunde/Freundinnen um Hilfe, wenn Sie angestrengt sind. 

    Seien Sie optimistisch: In den Tagen und Wochen nach der Geburt sieht Ihr Körper möglicherweise ganz anders aus als vor der Schwangerschaft. Lassen Sie ihm Zeit zur Heilung und Erholung und vertrauen Sie ihm. Nichts ist für immer, aber Veränderungen brauchen Zeit ...

    Sie haben Ratschläge zu folgenden Themen gelesen:

    Was steht nach der Geburt an?

    Genügend Energie in der Erholungsphase

    Dies können Sie nach der Geburt für Ihren Körper tun

    Siehe Ratgeber für Mütter mit Neugeborenen